Ökologische Waldrandaufwertung

Eine besondere Bedeutung für die Biodiversität haben die Übergangsbereiche zwischen Wald und Kulturland.

Umgesetzte Massnahmen der letzten Jahre

Seit November 2017 wurden 3133 Laufmeter Waldränder und Hecken aufgewertet sowie 125 Laufmeter neue Hecken gepflanzt. Die vielfältigen Waldränder und Hecken fördern Insekten und damit die Nahrungsgrundlage für Amphibien, Reptilien, Kleinsäuger und Vögel. Ebenfalls erleichtern sie den Wieseln die Wanderung zwischen den Jagdgebieten.

Bei den Aufwertungsarbeiten entstanden bisher 50 grosse Asthaufen als Unterschlupf für verschiedenste Arten und mit Sonnenplätzen für Zauneidechsen. Die Strukturen wurden alle mit Aufzuchtskammern für Wiesel ausgestattet, welche insbesondere in der Nähe von mausreichen Flächen wichtig sind. Sie bieten sichere Fortpflanzungsgebiete mit Zugang zur notwendigen Nahrungsgrundlage.

An den Waldrändern wurden an 11 Standorten je 3 bis 8 temporäre Tümpel erstellt, welche Laichgewässer für Gelbbauchunken bieten und ebenfalls von verschiedenen Insekten besucht werden. Angrenzend an die Gewässer entstanden Ast- und Steinhaufen als Landlebensräume für Amphibien, die aber auch gerne vom Wieseln und Reptilien genutzt werden.

Zudem bewirtschaften wir unsere Waldränder stufig und bieten so dem Wild ideale Übergangszonen zwischen Freiland und Wald. Die stufige Behandlung hat ausserdem den Vorteil, dass der Wald besser vor Sturmereignissen geschützt ist.